DAME 2025 für KI-Podcast, SWR-Doku, drei Schüler und netzpolitik.org

Der KI-Podcast der ARD mit Fritz Espenlaub, Marie Kilg und Gregor Schmalzried erhält den Datenschutz Medienpreis (DAME) 2025 für die Folge „Wie sicher sind meine KI-Chats“. Damit greife der Podcast ein gesellschaftlich besonders relevantes Thema auf und sensibilisiere die Zuhörenden dafür, wie Künstliche Intelligenz (KI) die im Internet geteilten Daten und Spuren verwendet, befand die DAME-Jury. Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Der mit 1.500 Euro verbundene 2. Preis geht an die SWR-Dokumentation „Achtung Fälscher! Auf der Spur von Ausweis-Betrügern.“ Darin stellt Autor Claus Hanischdörfer mehrere Fälle vor, in denen Betrüger Ausweise oder ganze Identitäten fälschten und ihren Opfern erheblichen finanziellen und psychischen Schaden zufügten. Der Film begleitet außerdem Polizei- und Einsatzkräfte, wie sie in Litauen eine Fälscherwerkstatt ausheben. Auch Fachleute und Wissenschaftler kommen zu Wort.

„Der Beitrag zeigt eindrücklich die Auswirkungen von Dokumentenfälschungen auf die Betroffenen und beleuchtet zudem die ökonomische Dimension des Identitätsdiebstahls“, erklärte die Jury. Zugleich kritisierte sie, dass viele Banken und Unternehmen einen Identitätsabgleich per Ausweis und Kamera forderten, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher dieses Verfahren als akzeptiert wahrnähmen.

Den ebenfalls mit 1.500 Euro dotierte Jugend-Preis erhaltendrei Schüler vom Städtischen Gymnasium in Ochtrup für ihr Videospiel „Cookies“. Philipp Berning, Mikko Emil Denecke und
Moritz Tietmeyer klären darin Gleichaltrige über Cookies in Computerspielen auf – und zwar am Beispiel ihres Settings im Computerspiel „Minecraft“. Darin erhalten die Spieler HMDP2025 und FishBrick 4811 ein unerwartetes Paket, weil sie Cookies und AGB blindlings akzeptiert hatten.

Die Jury wertete die Ansprache der Zielgruppe als „äußerst gelungen“. Der Beitrag überzeuge durch die Kreativität der drei Schüler und das temporeiche, pfiffige Video. „Die Message erreicht die Zielgruppe dort, wo sie den Gefahren ausgesetzt ist: am Rechner“, urteilte die Jury.

Der vom Deutschen Spendenrat ausgelobte Sonderpreis Print geht an den Rechercheartikel „Vom Partner verwanzt“ von netzpolitik.org. Dafür werteten Martin Schwarzbeck und Chris
Köver Datensätze von bereits geleakten Daten eines Spionage-Software-Unternehmens aus. Dabei stellten sie fest, dass vor allem Frauen von ihren Partnern über die App kontrolliert werden.

Das Urteil der Jury: „Der Artikel macht deutlich, dass Datenschutz bereits im Familienkreis anfangen muss.“ Der Beitrag rüttele auf und zeige, wie manche Menschen im engsten privaten Umfeld Überwachungssoftware nutzten.

Der Datenschutz Medienpreis ist eine Initiative des BvD und wird von der privacy4people – Gesellschaft zur Förderung des Datenschutz gGmbH jährlich vergeben. Ziel ist es, Beiträge auszuzeichnen, die Datenschutz anschaulich, kreativ und zielgruppengerecht verständlich machen. Erstmals wurde der Preis 2018 verliehen. Die Preisverleihung für den Datenschutz Medienpreis 2025 findet am 5. Mai 2026 im Rahmen der BvD-Verbandstage in Berlin statt.

Der Jury für den Datenschutz Medienpreis 2025 gehörten an:

Maria Christina Rost, Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt
Frederick Richter, Vorstand Stiftung Datenschutz
Barbara Thiel, Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen a.D.
Heike Troue, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Lars Kolan, Geschäftsstellenleiter Deutscher Spendenrat e.V.
Stefanie Rack, Pädagogische Referentin der Initiative klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz
Eric Hohenadel, klicksafe-Jugendjuror
Dr. Christoph Bausewein, Vorstandsmitglied des BvD

Über die p4p gGmbH

Die privacy4people – Gesellschaft zur Förderung des Datenschutzes gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V.  Sie fördert Projekte, die Datenschutzwissen vermitteln, das Bewusstsein für den Schutz personenbezogener Daten stärken und Datenschutz als gesellschaftliches Thema sichtbar machen. Zu den geförderten Projekten gehören die Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ und der Datenschutz Medienpreis.

Ihre p4p-Ansprechpartnerin:

Regina Mühlich (Geschäftsführerin): 030 / 20 62 14 41, regina.muehlich@privacy4people.de
privacy4people gGmbH (BvD-Hauptstadtbüro), Budapester Straße 31, 10787 Berlin

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