Katrin Eggert

Gala für die neue BvD-DAME

Ein in Blau und Gold getauchter Festsaal und Glitzerkonfetti zum Finale: In feierlichem Rahmen hat der BvD am Mittwochabend zum ersten Mal den Datenschutz Medienpreis (DAME) vergeben. Moderator Ralph Caspers machte es mit seinem Co-Moderator, BvD-Vorstand Thomas Spaeing, dabei richtig spannend.

In kurzen Video-Portraits stellte der BvD zunächst die drei Nominierten vor und lud sie zum Gespräch mit einem der fünf Jury-Mitgliedern auf die Bühne. Tom Schildhauer war mit seinem witzigen Erklärfilm „Datenschutz – fast wie Sex“ ins Finale gekommen, ebenso Alexander Lehmann und sein Team mit der fünfteiligen Animationsserie „Verschlüsselung einfach erklärt“, die bereits im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe, auf „Spiegel Online“ und im ORF gezeigt worden war. Dritte Nominierte waren Monica Oliveira, Natalia Rasstrigina und Leslie Iseli mit ihrem kurzen Clip „Social Engineering“, in dem sie ohne Worte auf die Gefahren des Geotracking bei jungen Leuten hinweisen.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), fand es faszinierend, wie unterschiedlich die insgesamt 25 Einreichungen sich dem Thema Datenschutz widmeten. „Entweder sehr sachlich oder emotional“, ergänzte die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Barbara Thiel. Dabei habe die Jury gesehen, dass Datenschutz weder langweilig noch staubig sein müsse. Thiel und ihr Kollege Frederick Richter, der der Stiftung Datenschutz vorsitzt, waren vor allem von den vielen Einreichungen begeistert, die von jungen Leuten kamen.

Als Ralph Caspers schließlich den großen goldenen Umschlag in der Hand hält, in dem der Gewinnername lag, wurde es im Saal ganz still. Und dann fielen die Worte: „Social Engineering“. Für Monica, Natalia und Leslie kam der Preis mehr als überraschend. Sie freuten sich über das Preisgeld von 3.000 Euro. „Der Preis zeigt, wie wichtig es ist, junge Leute über die Gefahren im Internet und in den Sozialen Medien aufzuklären“, sagte Monica Oliveira.

Aber einen weiteren Preis gab es noch. Die europäische Internet-Initiative „Klick Safe“ hatte einen „Sonderpreis Jugend“ mit 500 Euro gestiftet, nachdem „Klick Safe“-Mitarbeiterin Birgit Kimmel, die ebenfalls in der Jury saß, vor allem von den Einreichungen junger Leute begeistert war. Vor allem der Rap „Datenschutz unter Artenschutz“ zu einem Video von Kevin Lehmann hatte es der Jury angetan. Sie luden ihn ein, seinen Song auf der Preisverleihung vorzutragen.

Was der 18-Jährige aus Oldenburg nicht wusste: Dass er der erste Preisträger des „Sonderpreises Jugend“ sein sollte. Trotz der Überraschung performte er seinen Song mit viel Schwung und riss die Datenschutzexperten der Gala zum Klatschen mit.

Nicht nur wegen des großen Erfolgs der ersten Preisverleihung wird es den Datenschutz Medienpreis künftig jährlich geben. Interessierte können sich schon jetzt die Bewerbungsunterlagen für die DAME 2018 herunterladen.

Impressionen Datenschutz Medienpreis (DAME) 2017 / Fotos: © Dirk Lässig / BvD