Die Jury hat entschieden: Das sind die Nominierungen für den Datenschutz Medienpreis (DAME) 2020

Ein Print-Beitrag, ein Video und eine mehrteilige Instagram-Story gehen als Nominierte für den DAME-Preis 2020 ins Rennen

Besonders im digitalen Zeitalter kommt den Themen Datenschutz und (digitale) Privatsphäre immer größere Bedeutung in der Gesellschaft zu. Für eine vollständige Aufklärung zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten und Achtsamkeit im Umgang ihnen, machen sich Medienschaffende stark, deren drei Beiträge nun von der Jury aus 49 Einreichungen für den Datenschutz Medienpreis (DAME) 2020 nominiert wurden.

Initiiert wurde der jährlich vergebene Datenschutz Medienpreis 2017 vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. Dessen gemeinnützige GmbH privacy4people führt den mittlerweile vierten Wettbewerb um die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung nun fort, mit der Medienschaffende und Kreative gewürdigt werden, die das Thema Datenschutz prägnant und verständlich erklären.

Für den diesjährigen Preis waren die Einreichungen so zahlreich und vielfältig wie noch in keinem Jahr. Insgesamt wurden 49 Beiträge aus Formaten wie Videos, Hörfunk, Songs, Print-Beiträgen, Dokumentationen oder Social-Media-Kanälen eingereicht.

Die drei Nominierten für den DAME 2020 sind:

Tobias Schießl, Max Osenstätter, Oliver Schnuck und Robert Schöffel mit der mehrteiligen Instagram-Story „Dating-App Lovoo“

In dem Story-Videobeitrag der „News-WG“, eines jungen Politik-Formats des Bayerischen Rundfunks auf Instagram, haben die Journalisten in einem Selbstversuch eine Schwachstelle in der millionenfach genutzten Dating-App Lovoo aufgedeckt. Die problematische Radar-Funktion von Lovoo und anderen Dating-App-Anbietern macht die Standort- und Nutzerdaten öffentlich, so dass sich ein detailliertes Bewegungsmuster ganzer Personengruppen erstellen lässt.

Hannes Munzinger und Felix Ebert mit dem Print-Beitrag „Wie wir uns verraten /Auf Sendung“

Der Print-Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung (SZ) beschreibt anschaulich und informativ, welches Ausmaß der Tracking-Wahn auf dem Smartphone mittlerweile angenommen hat. Denn zahlreiche Apps erstellen in einer pausenlosen Überwachung des Nutzers ein umfassendes Profil ohne dessen Wissen, verkaufen dieses oder nutzen es für eigene Werbezwecke. Der Beitrag von Hannes Munzinger und Felix Ebert liefert neben interessanten Fakten, auch fachliche Zusammenhänge und erklärende Grafiken.

Svea Eckert und Henning Wirtz mit dem Video-Beitrag „Smart Speaker: Wobei Alexa, Siri & Co. heimlich mithören“

„Strg+f“ ist ein junges YouTube-Format von funk. Die Reporterin Svea Eckert findet im Selbstversuch mit ihrem Amazon Echo Smart Speaker heraus, dass das Gerät ihr auch dann zuhört, wenn es nicht zuhören soll. Denn die Smart Speaker machen Fehler. Sie verstehen Sprachbefehle, die keine sind. Wie oft passieren diese Fehler? Und wer hört bei der Auswertung der Daten mit? In der knapp 20-minütigen Reportage begibt sie sich auf die Spur ihrer eigenen Daten.

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der BvD-Verbandstage am 19. Mai in Berlin statt, durch die wiederholt der Fernsehmoderator Ralph Caspers unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen führt. Kongress-Teilnehmende werden dieses Jahr allerdings die Veranstaltung nur im Livestream verfolgen können.


Jury DAME 2020

Birgit Kimmel, Leitung EU-Initiative klicksafe, National Awareness Centre Germany, Medienanstalt RLP
Stefanie Rack, Päd. Referentin EU-Initiative klicksafe, National Awareness Centre Germany, Medienanstalt RLP
Frederick Richter, Vorstand Stiftung Datenschutz
Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender des BvD
Dr. Sebastian Sprenger, Referent der DATEV-Stiftung Zukunft
Barbara Thiel, Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Marion Zinkeler, Vorstand Verbraucherzentrale Bayern

Der Datenschutz Medienpreis (DAME) wird seit November 2018 von der DATEV-Stiftung Zukunft gefördert.

 

 

 

 

 

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